Das Steuersystem in Deutschland ist komplex. Man könnte meinen, das ist gut für Steuerberater. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Manfred Meixner und Ralph Kammermeier, Gesellschafter der Kanzlei Haubner Schäfer & Partner in Bad Aibling wünschen sich eine Vereinfachung des Steuersystems. Im Zuge seiner Unternehmensbesuche war Landrat Otto Lederer erstmals bei einem Dienstleister zu Gast.
1970 war die Kanzlei in Bad Aibling gegründet worden und entwickelte sich zu einer der größten Steuerkanzleien zwischen München und Salzburg. Sechs Steuerberater, ein Rechtsanwalt und rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort tätig. Das Personal ist Meixner und Kammermeier wichtig, dass betonen sie mehrfach. Fast 50 Prozent der Belegschaft wurde im Haus ausgebildet und ebenfalls fast die Hälfte ist seit mehr als 20 Jahren in der Kanzlei.
Der wertschätzende Umgang lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. So gelingt es bisher nahezu ohne große Werbung, neues Personal zu gewinnen. Und auch die Mandanten der Kanzlei wissen die Kontinuität zu schätzen, denn es braucht gegenseitiges Vertrauen, weil viel Wissen über die Kundinnen und Kunden notwendig ist.
Die Chemie stimmt, denn rund drei Viertel ihres Umsatzes machen Haubner Schäfer & Partner in der Region. „Wir fühlen uns hier sehr wohl, weil wir, Kanzlei und Mandanten, die gleiche Sprache sprechen“, meinte dazu Manfred Meixner.
An dem Gespräch nahmen neben dem Landrat auch Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier, der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Rosenheim Andreas Bensegger und Peter Heßner von der Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim teil.
Steuerpolitik und Personalführung, es gab viel zu besprechen: (von links) Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier, Landrat Otto Lederer, die Gesellschafter Ralph Kammermeier und Manfred Meixner der Kanzlei Haubner Schäfer & Partner, der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Rosenheim Andreas Bensegger und Peter Heßner von der Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim.